Die von der Bach- und Händel-Renaissance betonte Pflege ihrer durch kontrapunktische Größe aufragenden Werke hat, wie es scheint, das Mitfühlen mit den wesentlich anders gearteten Reizen des neuen „galanten Stils“ ein wenig zurückgedrängt. Georg Philipp Telemann mit seinen Klavierwerken, besonders den „Fantasien“, kann als einer der begabtesten und wichtigsten Vertreter dieses Stils angesehen werden, der einen Ausgleich zwischen Suite und Sonate anstrebte: Die Stilarten der Zeit waren ihm geläufig wie keinem; souverän beherrscht und trifft er französischen, italienischen, polnischen Geschmack.

Eine schier unerschöpflich quellende melodische Fantasie verleiht seinen Stücken eine reizvolle Frische.