Die Fantasien erschienen 1608. Sein Erstlingswerk dediziert Frescobaldi seinem Schutzherrn Francesco Borghese, der ihnen eine besondere Aufmerksamkeit schenkte.

Von dem Orginialdruck ist nur noch ein Exemplar bekannt; ferner sind zwei Abschriften vorhanden, wovon eine vollständige von der Hand Bernardino Pasquinis.

Obwohl die Stücke in ‚partitura‘ gedruckt sind, d.h. jede der vier Stimmen auf einem besonderen System, sind sie doch vom Komponisten für ein Tasteninstrument bestimmt. Dank der Zuverlässigkeit konnte die Übertragung in die heute übliche Notierung (auf zwei Systeme) ohne Schwierigkeit erfolgen. An einer Stelle jedoch, wo weder der Originaldruck noch die Kopien die Absichten Frescobaldis klar genug erkennen ließen, ist die partitura in der Gestalt der Vorlage mitgeteilt. Zutaten des Herausgebers sind: sämtliche Akzidentien in kleinerem Druck außerhalb der Systeme, ferner die Buchstaben zur Bezeichnung der Stimmen und die Verbindungsstriche zur Verdeutlichung der Stimmführung.