Die Welt will betrogen sein und die Menschen suchen nach der Liebe – für den Geschäftemacher und Amateurastronom Ecclitico ist somit die Aufgabenstellung klar: Der treuherzige Bonafede muss Geldbörse und Tochter hingeben, wenn er sein Glück in der paradiesischen Welt auf dem Monde finden will. Mit einem Libretto nach Carlo Goldoni schuf Haydn mit „Il mondo della luna“ 1777 zur Hochzeitsfeier eines Sohnes seines fürstlichen Dienstherren Eszterházy ein Juwel der Buffo-Oper, das erst im 20. Jahrhundert als Bühnenwerk wiederentdeckt wurde.


Dramma giocoso in drei Akten Hob. XXVIII:7 (1777)
Libretto: unbekannter Bearbeiter (nach Carlo Goldonis Libretto zu Baldassare Galuppis gleichnamigem Dramma giocoso von 1750) (italienisch)
Uraufführung: 3. August (?) 1777, Schloss Eszterháza

Orte der Handlung: Terrasse oberhalb des Hauses von Ecclitico, Zimmer im Haus des Bonafede, Lustgarten, die »Welt auf dem Monde« darstellend, Saal im Haus des Ecclitico

Ausgabe: Harold C. Robbins Landon
Übersetzungen: Hans Swarowsky (deutsch), Noami Ornest (englisch)

Personen:
Ecclitico, vorgeblicher Astrologe – Tenor
Ernesto, ein Kavalier – Bariton
Buonafede – Bass
Clarice und Flaminia, seine Töchter – Soprane
Lisetta, Kammerzofe im Haus Buonafedes – Mezzosopran
Cecco, Diener des Ernesto – Tenor
Chor: Scholaren des Ecclitico
Statisterie/Ballett: Kavaliere, Pagen, Diener, Tänzer, Soldaten in der vermeintlichen „Welt auf dem Monde“

Orchester: 2,2,0,2 – 2,2,0,0 – Pk – Str – Bc
Bühnenmusik: 2Fag,2Hn

Dauer: ca. 2h 45