Solche durch schlichte inhaltlichformale Gestaltung und die Einbeziehung des Chores mit der englischen Masque des frühen 18. Jahrhunderts, durch die solistische Besetzung der Chöre aber auch mit der italienischen Serenata verwandten Werke wurden damals in England außer „masque“ oft auch „little opera“, „English opera“ sowie „pastoral opera“ genannt, die Bezeichnung „serenata“ war dort zu dieser Zeit noch nicht geläufig. Händel selbst hat Acis and Galatea im Autograph ohne Gattungsbezeichnung gelassen. Dadurch ist wahrscheinlich bei den Kopisten, Druckern und Aufführenden die Unsicherheit entstanden, welcher Gattung sie das Werk zurechnen sollten, so dass es zu einer verwirrenden Vielfalt an Gattungsbezeichnungen für Acis and Galatea gekommen ist. Händel schrieb das Werk für James Brydges (1674–1744), Earl of Carnarvon, den späteren Duke of Chandos, auf dessen Landsitz in Cannons er sich in den Jahren 1717 und 1718 aufhielt.