Am 12. April 1735 schrieb Mary Pendarves, die schon als Kind Händel kennengelernt hatte und später zu seinen treusten Freunden und Verehrern zählte, ihrer Mutter aus London, sie habe am Vortag mit ihrer Schwester in Händels Haus „an der ersten Probe der neuen Oper Alcina teilgenommen. Ich halte sie für die beste, die er je geschaffen hat, aber das habe ich schon so oft gedacht, dass ich nicht definitiv sagen will, es sei die beste, sondern dass sie so schön ist, dass ich keine Worte finde, es zu beschreiben.“

Die Hallische Händel-Ausgabe ist eine Kritische Gesamtausgabe, die auf der Grundlage aller erreichbaren Quellen und neuester Forschungsergebnisse sowohl der Forschung als auch der Praxis dient. Innerhalb der Bände sind die Werke nach Möglichkeit chronologisch angeordnet. Die Numerierung der Werke folgt dem Händel-Werke-Verzeichnis (HWV). Außer den vollständigen Kompositionen werden Alternativfassungen, verworfene Werkteile, Entwürfe und Fragmente aufgenommen. Die Bände der Serien I und II enthalten seit 1991 ein Faksimile des für die erste Aufführung gedruckten Librettos.

Die Ausgaben von Vokalwerken enthalten wörtliche deutsche und wenn nötig auch englische Übersetzungen der Gesangstexte. Instruktive Beispiele aus dem Quellenmaterial und der Kritische Bericht sind Bestandteil der Bände.