Die Episode aus Ovids „Metamorphosen“ um die Nymphe Daphne, die sich gegen die Zudringlichkeiten des Gottes Apollon nur zur Wehr setzen kann, indem sie sich in einen Lorbeerbaum verwandelt, woraufhin der erschütterte Gott zur Erinnerung aus den Lorbeerblättern einen Kranz flicht, hat nicht nur zahlreiche bildende Künstler zu Meisterwerken inspiriert (z. B. Gian Lorenzo Bernini mit seiner berühmten Marmorskulptur in der Galleria Borghese in Rom), sondern auch viele Komponisten zu einer Vertonung angeregt, so auch den jungen Georg Friedrich Handel mit seiner groß angelegten dramatischen Kantate „Apollo e Dafne“.

Der Komponist begann die Arbeit an diesem Werk kurz vor seiner Abreise aus Italien 1709 und vollendete es höchstwahrscheinlich im Folgejahr in Hannover.