Während seines ganzen Lebens war Händel als brillanter Spieler auf den Tasteninstrumenten berühmt, und schon in seiner Jugend begann er, für sie zu komponieren. Sein früher Unterricht bei Zachow umfasste auch das Studium der bedeutendsten im 17. Jahrhundert wirkenden deutschen Komponisten von Klaviermusik, und ihr Einfluss zeigt sich in der Cembalomusik, die Händel schrieb, bis er 1706 von Hamburg nach Italien aufbrach. Der Cembalomusik wandte er sich erst wieder zu, nachdem e r sich 1712 endgültig in England niedergelassen hatte. Hier schrieb er eine beträchtliche Anzahl von Kompositionen für das Cembalo, die einen Höhepunkt um 1717 erreichten, als Händel auch mit der Musik in Cannons in Berührung kam.

Mit der Veröffentlichung dieser Kompositionen schien es Händel offensichtlich nicht eilig gehabt zu haben, doch wurden für Freunde und Gönner handschriftliche Kopien angelegt. Primärquelle des vorliegenden Notentextes ist die dritte Auflage von Cluers Ausgabe. Neben den Drucken von Walsh, le Cène und Leclerc gibt es wichtige handschriftliche Quellen, unter ihnen auch einige Autographe, die zahlreiche zusätzliche Informationen zum Notentext bieten.