Die Kaiserin Maria Theresia gab anlässlich der Vermählung ihres Sohnes Erzherzog Ferdinand von Österreich mit der Prinzessin Maria Ricciarda Beatrice von Modena demjungen Mozart den Auftrag zur Komposition der Serenata teatrale „Ascanio in Alba“. Der Librettist, der Wiener Abate Giuseppe Parini, einer der hervorragendsten Dichter des 18. Jahrhunderts, verfasste ein barock ausgestattetes Huldigungs- und Glückwunschstück. Mozart schrieb die Musik innerhalb weniger Wochen von Ende August bis 23. September 1771. Die Uraufführung fand am 17. Oktober 1771 in Mailand mit außerordentlichem Erfolg statt. So schrieb Leopold Mozart kurz darauf, Wolfgangs Festspiel habe das eigentliche, am Vortag aufgeführte Hauptwerk, Hasses Oper „Il Ruggiero“ „so niedergeschlagen, dass ich es nicht beschreiben kann“.

Festa teatrale in zwei Teilen KV 111 (1771)
Libretto: Giuseppe Parini (italienisch)
Uraufführung: 17. Oktober 1771, Mailand, Teatro Regio Ducale
Ausgabe: Luigi Ferdinando Tagliavini (Neue Mozart-Ausgabe)
Übersetzungen: 1) Günter Haußwald (deutsch), 2) Peter Brenner (deutsch)

Ort und Zeit der Handlung: Stadt Alba und Umgebung, in mythischer Zeit

Personen:
Venere – Sopran
Ascanio – Mezzosopran
Silvia, Nymphe aus dem Geschlecht des Herkules – Sopran
Aceste, ein Priester – Tenor
Fauno, einer der Anführer der Hirten – Sopran
Chor/ Ballett: Genien, Hirten, Schäferinnen

Orchester: 2,2,2Serpent(=Eh),2 – 2,2,0,0 – Pk – Str – Bc

Dauer: ca. 2h 30'