„Idomeneo”(KV 366), erstmals aufgeführt am 29. Januar 1781 im Münchner Cuvilliés-Theater, ist nach der Opera buffa „La finta giardiniera“ von 1775 Mozarts zweite Oper für den Münchner Hof. Der Opernstoff („Idoménée” von Antoine Danchet) und dessen Umformung zu einem Libretto war in einer schriftlichen Anweisung, dem leider verschollenen „Plan“, wie sie im Briefwechsel zwischen Vater und Sohn genannt wird, fixiert worden.


Dramma per musica in drei Akten KV 366 (1780/1781)
Libretto: Giambattista Varesco (nach Antoine Danchets Libretto zu André Campras gleichnamiger Tragédie-lyrique von 1712) (italienisch)

Uraufführung: 29. Januar 1781, München, Hoftheater (Erste Fassung); 13. März 1786, Wien, Bauernfeindscher Saal im Palais von Johann Adam Fürst Auersperg (Zweite Fassung; konzertant)
Ausgabe: Daniel Heartz (Neue Mozart-Ausgabe)
Übersetzungen: 1) Kurt Honolka (deutsch), 2) Eberhard Schmidt (deutsch)

Ort der Handlung: Kydonia, Hauptstadt von Kreta

Personen:
Idomeneo, König von Kreta – Tenor
Idamante, sein Sohn – Sopran (Erste Fassung) / Tenor (Zweite Fassung)
Ilia, trojanische Prinzessin, Tochter des Priamus – Sopran
Elettra, Prinzessin, Tochter des Agamemnon, des Königs von Argus – Sopran
Arbace, Vertrauter des Königs – Tenor
Oberpriester des Nettuno – Tenor
Eine Stimme – Bass
Chor/ Ballett: Kreterinnen, Kreter

Orchester: Picc,2,2,2,2 – 4,2,3,0 – Pk – Str – Bc
Dauer: ca. 3h 30