Dramma per musica in vier Akten Hob. XXVIII:13 (1791)
Libretto: Carlo Francesco Badini (italienisch)

Uraufführung: 9. Juni 1951, Florenz, Teatro della Pergola Ausgabe: Helmut Wirth (Haydn Werke)
Übersetzung: Eberhard Schmidt (deutsch)

Orte der Handlung: Wald, am Totenbett Euridices, am Ufer des Flusses

Personen:
Creonte, König von Theben, Vater Euridices – Bass
Euridice, Arideos Verlobte – Sopran
Orfeo, trakischer Sänger – Tenor
Genio, Bote der Sybille – Sopran
Pluto, Gott der Unterwelt – Bass
Bacchantin – Sopran
Chorsolisten – T, 4B
Chor: Gefolgsleute Creontes, Ungeheuer, Amoretten, Jungfrauen und Männer, unglückliche Schatten, Furien, Bacchantinnen

Orchester: 2,2,2Eh,2,2 – 2,2,2,0 – Pk – Hfe – Str – Bc

Dauer: ca. 2h 15

Haydns letztes großes Bühnenwerk die Oper L'Anima del filosofo ossia Orfeo ed Euridice entstand 1791 in London für das wiederaufgebaute Haymarket Theatre. Neu an dieser Komposition war die gewichtige Verwendung des Chores als Träger der Handlung und als Betrachter, ganz im Sinne der attischen Tragödie. Die für den 31.Mai 1791 vorgesehene Uraufführung fand nicht statt, da König Georg Ill. die Lizenz zur Eröffnung des Opernhauses nicht erteilt hatte. Die erste szenische Aufführung erfolgte erst 1951 (!) in Florenz. Der Klavierauszug basiert auf dem Urtext der Haydn-Gesamtausgabe.