Die erste Seite des Autographs der Messe KV 49 (47d) trägt unterhalb der Autorbezeichnung den gestrichenen (eigenhändigen?) Vermerk in Wien. Von zwei anderen, nicht identifizierten Händen, die noch dem 18. Jahrhundert angehören, ist hinzugefügt: 1768 und in Wien. Die Schriftzüge Mozarts und die Papierqualität scheinen diese Angaben zu bestätigen. Hinzu kommt, dass Mozart den Entwurf zum Gloria (Takte 1 bis 18) auf einem Blatt notierte, dessen andere Seite sein Vater, wohl vorher, für die Reinschrift des Klavierauszuges der Arie Nr. 11 aus Bastien et Bastienne KV 50 (46) benutzt hatte – der offensichtlichen Vorlage der in der zweiten Hälfte des Jahres 1768 erschienenen Bearbeitung mit dem Textbeginn „Daphne, deine Rosenwangen“ KV 52 (46c). In Leopold Mozarts Verzeichnis der bis 1768 komponierten Werke Wolfgangs erscheint an vorletzter Stelle: „Eine kleinere Messe a 4 vocibus 2 Violinis & c“; dazu ist von Mozarts Schwester die Jahreszahl 1768 ergänzt. Obwohl hier die obligate Viola nicht angeführt ist, dürfte es sich bei dieser Komposition um die Messe KV 49 (47d) handeln.