Wolfgang Amadeus Mozarts „Missa in C“ KV 257 erhielt in ihrer Geschichte vielerlei Beinamen. Als „Große Credo-Messe“ bekannt, wurde sie von Leopold Mozart aufgrund ihres Umfangs als „Missa longa“ bezeichnet. Üblicherweise verwendete Mozart für seine Messen gerne die Nomenklatur „Missa solemnis“, wobei er für die Bezeichnung seiner „Großen Credo-Messe“ unbekannte Gründe gegen die Verwendung dieses Titel hatte. Da sie anlässlich der Weihe des Salzburger Domherrn Ignaz Joseph Graf von Spaur komponiert wurde, nannte Leopold sie auch „Spaur-Messe“.

Komponiert wurde das Werk Ende des Jahres 1776 oder spätestens in der ersten Hälfte des Jahres 1777 in üblicher barocker Tradition, in der drei Posaunen im Tutti colla parte mit Alto, Tenore und Basso geführt werden.

Eine getrennte Aufstellung der Musiker im Salzburger Dom erinnert an die Mehrchörigkeit, bei der Solo- und Chorensemble mit je einer Orgel voneinander getrennt musizierten. Die Solisten und die erste Orgel formten das „concerto“, während die Chorsänger und die zweite Orgel das „ripieno“ bildeten.

Walter Senns Edition stützt sich im Wesentlichen auf die autographe Partitur und einen autographen – von Wolfgang Amadeus und Leopold Mozart zudem nachträglich ergänzten und korrigierten – Stimmensatz.