Mozarts „Missa in C“ KV 337 ähnelt der „Krönungsmesse“ KV 317 in ihrer Besetzung, ihrem Anlass und ihrem Umfang: Etwa ein Jahr nach der „Krönungsmesse“, im März 1780, war auch die „Missa in C“ zusammen mit einer Kirchensonate (KV 336/336d) für das Oster-Hochamt im Salzburger Dom bestimmt. Der Anlass verlangte eine festliche Besetzung mit Oboen, Solo-Fagott, Trompeten und Pauken. In seinem Umfang entspricht das Werk dem Messzyklus vom Vorjahr, und es ist auf die Salzburger Kirchenmusikgepflogenheiten unter Erzbischof Hieronymus Graf Colloredo zugeschnitten: die Messe erforderte als Festmesse den Orchesterapparat einer „Missa solemnis“, in ihrer Dauer ist sie jedoch eher mit einer „Missa brevis“ vergleichbar.

Charakteristisch für das Werk ist das streng kontrapunktisch komponierte „Benedictus“, das einen starken Kontrast zum „Agnus Dei“ bildet: dort ist die Orgel solistisch eingesetzt und formt im Wechsel mit den konzertierenden Bläsern einen Rahmen für den koloraturenreichen Solo-Sopran.