Das im Mai 1772 in Salzburg entstandene „Regina coeli“ KV 127 entspricht in Ausdruck und formaler Anlage weitgehend dem ersten gleichnamigen Werk KV 108 (74d) über dieselbe Marianische Antiphon. Im Vergleich mit dem ersten Regina coeli zeigt der Chorsatz jedoch trotz des reichen Orchesterapparates, dem allerdings Trompeten und Pauken fehlen, eine sorgfältigere kontrapunktische Durchbildung. Wie unablässig sich Mozart gerade um diese bemühte, zeigen seine Studienabschriften von Chorwerken Michael Haydns und Ernst Eberlins aus dem Frühjahr 1773.