Welche Bedeutung Mozart seinen Vespern zumaß, geht aus der Tatsache hervor, dass er in einem Brief vom 12. März 1783 den Vater bittet, ihm die beiden Werke nach Wien nachzusenden, um sie dem Baron Gottfried van Swieten bekannt zu machen. Die als Vesperae de Dominica bezeichneten Offiziumsgesänge KV 321 und Vesperae solennes de Confessore KV 339 enthalten die Psalmen 109 (Dixit), 110 (Confitebor), 111 (Beatus vir), 112 (Laudate pueri), 116 (Laudate Dominum) und das Canticum Magnificat. Die einzelnen Psalmen sind in sich selbstständig; die sie abschließende Doxologie ist aus der Thematik der einzelnen Psalmen entwickelt.