Das Offertorium de venerabili sacramento „Venite populi“ à 2 Chori KV 260/248a, dessen Partiturautograph Mozart mit Salzburg 1767 bezeichnet, lässt deutlich das Bestreben nach vertiefter kontrapunktischer Arbeit erkennen. Zwei aus demselben thematischen Material vorwiegend polyphon geformte Ecksätze umrahmen einen kürzeren homophonen Mittelsatz. Die Doppelchörigkeit bietet Gelegenheit zu Verschränkungen sowie Kontrast-und Echowirkungen mannigfacher Art. Der Dichter des nicht liturgischen Textes ist unbekannt.