Alle von Bachs sechs beglaubigten Motetten wurden zwischen 1723 und 1727 für die St. Thomas-Kirche in Leipzig geschrieben, zu deren musikalischer Leiter Bach im Jahr 1723 ernannt wurde. Während dieser Zeit komponierte Bach die meisten seiner Kantaten und es scheint, als hätte er für die gewöhnlichen Sonntagsmessen bestehende Mototten aus der Tradition des 17. Jahrhunderts genutzt, um seine eigenen Motetten-Kompositionen für spezielle Anlässe aufzubewahren. Vier seiner sechs Motetten wurden geschrieben für Beerdigungszeremonien bekannter Mitglieder der St. Thomas-Gemeinde.

Jesu, Meine Freude (BWV 227), die längste, musikalisch komplexeste und früheste seiner sechs Motetten, wurde 1723 für die Beerdigung von Johanna Maria Käsin geschrieben, die Frau des Leipziger Postmeisters.

Jesu, Meine Freude ist eine wunderschön gestaltete Motette für fünfstimmigen Gemischtchor von Johann Sebastian Bach. Diese Urtext-Ausgabe bringt Ihnen in einer deutlichen und akkuraten Umsetzung die originalen Absichten des Komponisten nahe und beinhaltet gründliche redaktionelle Markierungen und Vorschläge, wie vom Textaufbereiter Konrad Ameln beabsichtigt.