Dieses Violinkonzert in g-Moll ist in der vorliegenden Fassung nicht überliefert. Es handelt sich um die Rekonstruktion eines verschollenen Violinkonzertes, das lediglich in Bachs Bearbeitung für Cembalo, nämlich als Cembalokonzert in f-Moll BWV 1056, erhalten ist. Basis der Rekonstruktion ist eine genaue Auswertung jener autograph überlieferten Cembalokonzerte, von denen eine Urfassung für Violine erhalten ist. Insbesondere in den autographen Cembaloparts finden sich nämlich Korrekturen, die Bach im Zuge der Bearbeitung vorgenommen hat und denen man entnehmen kann, auf welche Art und Weise Bach Solowerke für Cembalo transkribierte. Der vorliegende Klavierauszug ergänzt das Orchestermaterial. Der Klavierpart wurde so pianistisch und transparent wie möglich gestaltet, dass der Spieler nach Belieben verzieren und harmonisch ausfüllen kann.