Nur dem Namen nach gehört die von Mozart als „Nacht Musique“ bezeichnete Serenade KV 388 (384a) in die Divertimento Tradition. Mit seiner für eine Unterhaltungsmusik ungebräuchlichen Tonart c-moll, Mozarts „dramatischer“ Tonart, gehört das viersätzige Bläseroktett in Wirklichkeit zu seinen schwermütigsten Kompositionen. Es entstand als Abschluß der drei 1781/82 in Wien komponierten Bläserserenaden - der Serenade in Es KV 375, der Serenade in c KV 388 (384a) und der Serenade in B KV 361 (370a) „Gran Partita“ - die zu Mozarts bedeutendster Instrumentalmusik zählen. Das Aufführungsmaterial und eine Studienpartitur zur c-moll Serenade liegen jetzt mit dem Urtext der Neuen Mozart-Ausgabe vor.