In den Sommermonaten der Jahre 1819, 1823 und 1825 reiste Schubert mit Johann Michael Vogl, seinem großen Sänger und Freunde, jeweils für mehrere Wochen nach Oberösterreich und in dessen Heimat Steyr. Vogl führte ihn dort in die musikalischen Kreise der Stadt ein, vor allem in das Haus und in den Kreis von Sylvester Paumgartner, der in jenen Jahren der Musikmäzen Steyrs gewesen ist und im „Musiksalon“ seines Hauses am Stadtplatz regelmäßig Hauskonzerte veranstaltete, etwa vergleichbar den Sonnleithner-Abenden in Wien. Über Schuberts Beziehungen zu Steyr und besonders zu Paumgartner berichtet eindrücklich Albert Stadler, Schuberts Freund, der selbst aus Steyr stammte, in seinen Mitteilungen an Ferdinand Luib aus dem Jahre 1858. Stadlers Bericht ist die einzige Quelle über die Entstehung des Quintetts:
„Schuberts Quintuor für Pianoforte, Violine, Viola, Cello und Contrabass mit den Variationen über seine ,Forelle‘ ist Ihnen wahrscheinlich bekannt. Er schrieb es auf besonderes Ersuchen meines Freundes Sylvester Paumgartner, der über das köstliche Liedchen ganz entzückt war. Das Quintuor hatte nach seinem Wunsch die Gliederung und Instrumentierung des damals noch neuen Hummelschen Quintettes, recte septuors, zu erhalten. Schubert war damit bald fertig, die Sparte behielt er selbst . . .“.

Aus diesem Bericht geht hervor, dass das Werk auf Paumgartners Anregung hin entstanden, nicht aber wo und auch nicht wann es komponiert worden ist. Man darf jedoch annehmen, dass Schubert es 1819 für Steyr komponiert hat.