Das Te Deum entstand 1849 in Paris, kurz nach Berlioz’ erstem Besuch in England und zu einer Zeit, als politische Unruhen in Frankreich für Künstler und Musiker die Zukunft sehr unsicher erscheinen ließ. Bei der Komposition hatte Berlioz keinen besonderen Anlass im Sinn, er hoffte jedoch einige Jahre, dass das Stück zu einem grossen zeremoniellen Staatsakt eingesetzt würde. Eine solche Gelegenheit schien näher zu rücken, nachdem Napoleon III. die Macht ergriffen hatte, doch schließlich musste Berlioz bis 1855 warten, bevor er das Werk aufführen konnte. Dies geschah anlässlich der Eröffnung der Exposition Universelle am 30. April 1855 in der Kirche St. Eustache in Paris. Es war die einzige Aufführung zu Berlioz’ Lebzeiten, sieht man von einigen Auszügen in späteren Konzerten ab. Die Partitur wurde 1855 mit einer Widmung an Prinz Albert, den Gemahl von Königin Victoria, veröffentlicht.