Die Kantate Cléopâtre gehört zu einer Gruppe von sechs erhaltenen Kompositionen, die Hector Berlioz zwischen 1826 und 1830 für den bedeutenden Prix de Rome-Wettbewerb komponierte. Die Durchführung dieses Wettbewerbs oblag der Musiksektion der Académie des beaux-arts, eine der vier Akademien, die während der Restauration in Frankreich das Institut de France bildete.

Der von Pierre-Ange Vieillard de Boismartin stammende Text zu der Kantate Cléopâtre, der Wettbe werbskomposition aus dem Jahr 1826 regte Berlioz’ Phantasie in besonderer Weise an. Aus seinem Manuskript geht ganz klar hervor, dass er das Werk als einen fortlaufenden Monolog auffasste, nicht als eine herkömmliche Kantate mit den getrennten Abschnitten Récitatif/Air.