Hugo Distler hat in der Kirchenmusik mit seinem Kompositionsstil eine Epoche geprägt und neue Akzente gesetzt, die sich bis heute als wegweisend erwiesen haben. Unter dem Obertitel „Geistliche Chormusik“ hat er neun Motetten als Opus 12 zusammen gefaßt. Sie stammen aus unterschiedlichen Schaffensperioden (1934-1942) und waren bisher nur als Einzelausgaben lieferbar. Durch diese Zusammenfassung wurde der Zyklus in die Nähe der klassischen Sammlungen der alten Meister gehoben. So sind die Motetten dem interessierten Chorleiter zum Studium, Vergleich und zur Auswahl jederzeit verfügbar.

Einzelausgaben:

Nr. 1: Singet dem Herrn ein neues Lied. Motette über Psalm 98 (1934/36). BA 751, käuflich

Uraufführung am 29. April 1934 in Lübeck: St. Jakobi

Nr. 2: Totentanz. 14 Spruchmotetten zum Totensonntag nach Worten aus dem „Cherubinischen Wandersmann“ des Angelus Silesius im Wechsel mit einem von Johannes Klöcking nach dem Lübecker Totentanz gestalteten Dialog für Sprecher; Flöte ad libitum. BA 752, Partitur und Flöte (Zwischenspiele) käuflich

Uraufführung am 24. September 1934 in Lübeck: Dramatischer Laienchor des Stadttheaters, Lübecker Sing- und Spielkreis, Leitung Bruno Grusnick

Nr. 3: Wach auf, du deutsches Reich. Motette zum Reformationsfest. Mit Soli (SS). BA 753, käuflich

Uraufführung am 9. November 1934 in Leipzig: Thomaskirche

Nr. 4: Singet frisch und wohlgemut. Motette auf die Weihnacht (1934/36). BA 754, käuflich

Nr. 5: Ich wollt, dass ich daheime wär. Motette zum Totensonntag. BA 755, käuflich

Nr. 6: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Motette über den Choral zum Totensonntag (SSATB) mit Soli (SS). BA 756, käuflich

Nr. 7: In der Welt habt ihr Angst. Begräbnismotette. BA 757, käuflich

Nr. 8: Das ist je gewisslich wahr. Motette zum 14. Sonntag nach Trinitatis (SATBB). BA 1801, käuflich

Nr. 9: Fürwahr, er trug unsere Krankheit. Passionsmotette (1941). BA 1802, käuflich