Der oft vertonte Psalm 100 wurde auch von Heinrich Schütz als doppelchörige Komposition in die Druckausgabe der „Psalmen Davids“ von 1619 aufgenommen. Die hier vorgelegte Bearbeitung der Urfassung mit doppeltem Echo ist vermutlich aus Anlaß des ersten Reformationsjubiläums in der Hofkirche in Dresden 1617 erklungen. Die ldee des Doppelechochores - von Schütz zweifellos nicht als bloßes Klangspiel gemeint, sondern als Bild für das Widerhallen des Gotteslobes durch „alle Welt“ –läßt sich durch räumlich getrennte Choraufstellung gerade mit Bläsern zu plastischer Wirkung bringen.