Karl Keller (1784-1855), der sich um 1815 als Komponist der sechs Divertissements für Flöte in modischem Französisch dem Publikum als „Charles“ Keller vorstellte, war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Flötist berühmt. Die Divertissements sind brillante Stücke, die wegen ihrer vielfältigen Gestaltungsmittel, Klangfarben und musikalischen Stimmungen weit über eine nur auf Wirkung ausgerichtete Virtuosität hinausgehen und auch heute als anspruchsvolle Vortragsstücke für fortgeschrittene Flötisten besonders geeignet sind.