Leoš Janácek komponierte seine siebte Oper „Das schlaue Füchslein“ im Januar 1922. Die Geschichte basiert auf den Feuilletons des Journalisten und Schriftstellers Rudolf Tesnohlídek in der Brünner Tageszeitung.

Die erste Partiturabschrift fertigte Janáceks Hauptkopist Rudolf Tesnohlídek, Flötist an der Brünner Oper, im Oktober 1923 an. Sie ist leider verschollen. Die zweite Abschrift wurde im Januar 1924 erstellt von Janáceks zweitem Kopisten, Jaroslav Kulhánek; er war Posaunist am Brünner Theater.

Die Uraufführung fand am 6. November 1924 am Brünner Nationaltheater statt unter der Leitung von Ota Zítek und dem Dirigat von František Neumann.

Der Klavierauszug wurde für diese Aufführung auf Tschechisch publiziert, und erneut 1925 mit einer deutschen Übersetzung von Max Brod. Im Rahmen seiner Übersetzungsarbeit verlangte Max Brod einige Änderungen, so dass die deutsche Textfassung zu einer eigenständigen Version der Oper wurde, bestimmt für das deutsche Publikum.

Die kritische Ausgabe von Jirí Zahrádka, publiziert bei Universal Edition 2010, ist Grundlage für diese kritische Gesamtausgabe. Hinzugekommen ist die Libretto-Übersetzung, so dass es nun in drei Sprachen (dt./engl./tschech.) vorliegt, und ein detaillierter Kritischer Bericht (engl.). Die Ausgabe zieht alle noch vorhandenen Quellen heran und berücksichtigt, was von Janácekss aktiver Beteiligung an den Proben der Uraufführung überliefert ist. Inkludiert sind Angaben zur Dynamik František Neumann und aufführungspraktische Hinweise von Sir Charles Mackerras.