Mit dieser Ausgabe werden erstmals zwei bisher nicht im Druck erschienene Celloduette des noch zu wenig bekannten Musikers und Komponisten Carlo Graziani vorgestellt. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Asti in Italien geboren, reiste er als Cellist durch ganz Europa und arbeitete als Kammermusiker des Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen. Mit seinen 18 Sonaten für Violoncello und Klavier lieferte Graziani einen bedeutenden Beitrag zur Geschichte der Cellosonate. Auch die hier vorgelegten Duette, die in der klassischen Sonatensatzform konzipiert sind und sich durch kantable Melodien und rasches Figurenwerk auszeichnen, dokumentieren Grazianis kompositorische Qualität und Virtuosität. Für jeden Cellisten eröffnet sich hier eine ideale mög- lichkeit, neben den ausgetretenen Pfaden des Bekannten und der großen Namen reizvolle Kompositionen zu entdecken. Hinweise zur lnterpretation von Heinrich Schiff runden diese für Unterricht wie Aufführung gleichermaßen hervorragend geeignete Ausgabe ab.