Auch weniger versierte Instrumentalisten können dank der Ausgaben „Schubert-Tänze“ für drei Klarinetten oder der Ausgabe für drei Flöten aktiv am Schubert-Jubiläumsjahr teilnehmen. Franz Schubert schrieb neben seinen Liedern, Sinfonien und Sonaten auch zahlreiche Tänze, die als Unterhaltungsmusik bezeichnet werden können. Ihr Charakter reicht von überschwenglicher Lebens- und Spielfreude bis hin zu melancholischer, romantischer Ausdruckstiefe.

Es handelt sich bei diesen Stücken um Gelegenheitswerke, die meist spontan in einer gesellige Runde entstanden, was uns die Aussage eines Freundes Franz Schuberts bestätigt: Schubert „besuchte manchmal Hausbälle in vertrauten Familienkreisen; er tanzte nie, war aber stets bereit, sich ans Klavier zu setzen, wo er stundenlang die schönsten Walzer improvisierte; jene, die ihm gefielen, wiederholte er, um sie zu behalten und in der Folge aufzuschreiben“ Dem Charakter der Musik entsprechen die Bearbeitungen für drei Klarinetten oder drei Flöten, da der Klang dieser Instrumente besonders gut zur Musik der Frühromantik passt.