Johannes Brahms’ „Ein deutsches Requiem“ zählt als beispielloses Werk zu den Höhepunkten der Oratoriengeschichte. Erstmals erscheint es nun im Bärenreiter Urtext.

Sowohl die Edition der Partitur als auch die des Klavierauszuges basieren auf einer vom Komponisten autorisierten Auflage des Erstdrucks. Die Herausgeber Peter Schmitz (Partitur) und Michael Werthmann (Klavierauszug) berücksichtigen darüber hinaus für ihre Editionen alle zugänglichen Quellen.

Erstmals in der Editionsgeschichte des Werks liegt nun nicht nur die Partitur sondern auch der Klavierauszug des Komponisten in einer kritischen Ausgabe vor. In einem separaten Heft (BA 7600-40) sind dafür die Kritischen Berichte der beiden in enger Zusammenarbeit entstandenen Editionen vereint. Ausführlich werden dort die zugrunde liegenden Quellen beleuchtet, die Zusammenhänge der Entstehungsgeschichte des Werks beschrieben und wichtige editorische Entscheidungen dokumentiert. Darunter finden sich zudem neue, maßgebliche Erkenntnisse bezüglich der Auflagenzählung des Erstdrucks. Eine Besonderheit ist außerdem die ausführliche Beschreibung des Partiturautographs.