„Bach hat schöne Choräle gesetzt, da er noch Hoforganist in Weimar war; solches auch nach der Zeit als Kapellmeister in Köthen, und zuletzt als Musikdirektor in Leipzig, auch Hofcomponist des Königs in Polen und Churfürstens von Sachsen, fleißig fortgesetzt“, schreibt der Musiktheoretiker Jakob Adlung 1758. Eine für die heutige gottesdienstliche Praxis geeignete Auswahl dieser Orgelchoräle und Choralvorspiele bietet die vorliegende Ausgabe, in die ausschließlich solche Werke aufgenommen wurden, die auch im neuen evangelischen Gesangbuch enthalten sind - in den dort zu findenden Tonarten. Während Alfred Dürr auf der einen Seite die quellenkritischen Erkenntnisse der Editionsarbeiten an der Neuen Bach-Ausgabe in seine Ausgabe übernimmt, wird auf der anderen Seite größter Wert auf praxisnahe Gestaltung gelegt: möglichst gar keine oder günstige Wendestellen und - bei Wahrung des Prinzips optimaler Lesbarkeit - eine der Handaufteilung beim Spielen so weit als möglich entsprechende Systemverteilung der Noten erleichtern dem Organisten die Beschäftigung mit Bachs „schönen Chorälen“.