Mozart komponierte die zwei „Lodronischen Nachtmusiken“ für Freiluft-Aufführungen am Namenstag der Gräfin Antonia Lodron im Juni 1776 und 1777. Ihr sommerlich-festlicher Charakter ist unverkennbar. Für Alfred Einstein gehörten diese zwei Divertimenti „zum Reinsten, Heitersten, Beglückendsten, Vollkommensten, was je musikalische Form angenommen hat“.

Für beide Werke wählte Mozart zwei Hörner, zwei Violinen, Viola und Bass. In der zweiten Lodronischen Nachtmusik, dem Divertimento in B, KV 287, tritt aber aus dieser Sextett-Besetzung die erste Violine mit einer außergewöhnlich virtuosen Solistenrolle hervor, vom abwechslungsreichen ersten Satz bis zum letzten Satz mit seinem fast ironischen Rezitativ und der rauschenden Passage über das Volkslied „D’ Bäurin hat d’ Katz verlorn“.

Mozart selbst spielte die erste Violine in der Aufführung 1777 und kommentierte später: „Da schaute alles groß drein. Ich spielte, als wenn ich der größte Geiger in ganz Europa wäre.“