Die prunkvoll angelegte Missa solemnis beschrieb Beethoven als „mein gröstes werk“ und verkaufte bereits vor der Veröffentlichung Kopien des Manuskripts an einige seiner Subskribenten.

Die vorliegende Urtext-Ausgabe des Werkes berücksichtigt alle Quellen einschließlich der alten und neuen Gesamtausgabe. Deren Zusammenhang wird in einem Stemma anschaulich erklärt. Dabei kommt der renommierte Beethoven-Spezialist Barry Cooper an etlichen Stellen zu abweichenden Lesarten, etwa im Sanctus, wo der Chor statt der Solisten einsetzt und nicht erst im „Pleni sunt coeli“. Ebenso erwähnenswert ist die Einbeziehung der Solisten zusätzlich zum Chor im überwiegenden Teil des Credos. Diese Sachverhalte und zahlreiche editorischen Entscheidungen werden im ausführlichen Kritischen Bericht (engl.) dokumentiert.

Ein Anhang präsentiert erstmalig Beethovens Bearbeitung des gregorianischen Hymnus „Tantum ergo“, die er zur gleichen Zeit wie die „Missa solemnis“ schrieb und die sehr wahrscheinlich mit dieser in Zusammenhang steht.

Die Edition richtet sich an all die, die eine Kombination aus zuverlässigem Text und fundierten editorischen Hinweisen für eine gelungene Interpretation dieses herausragenden Werkes suchen.