Die 6. Symphonie op. 59 ist Viernes letztes großes, für die Orgel von Notre-Dame konzipiertes Werk. Neben den „Quatre poèmes grecs op. 60“ (für Gesang und Harfe oder Klavier), der „Ballade du désespére“' op. 61 (für Tenor und Orchester oder Klavier) sind für Orgel lediglich noch die düstere „Stèle pour un enfant défunt “op. 58, Nr. 3 und die Messe „basse pour les défunts “op. 62 in der Folgezeit entstanden. Im Manuskript datiert Vierne die Symphonie - sie ist das letzte Orgelwerk, das er noch selbst aufgezeichnet hat 1- auf Roquebrune, 15. ]uli-15. September 1930. In jenem Sommer, den er im Landhaus der befreundeten Familie Richepin in Carnolès in der Nähe von Menton am Mittelmeer verbracht hat, spielte Vierne darüber hinaus ein Orgelkonzert in der Kathedrale von Monaco. Die Symphonie erschien in den ersten Septembertagen des darauf folgenden Jahres im Druck.