Es fiel Claude Debussy nicht leicht, sein letztes wichtiges Werk, die Sonate für Violine und Klavier, zu Ende zu bringen. Das belegen die vielen überlieferten Entwürfe und die Tatsache, dass der Zyklus, für den die Sonate ursprünglich vorgesehen war, unvollendet blieb. Der Kompositionsprozess wurde von Debussys fortschreitender Erkrankung und den Eindrücken des Ersten Weltkriegs begleitet.

Die Erstausgabe erschien im letzten Lebensjahr Debussys und enthielt viele rhythmische Fehler. Abweichungen zwischen der klein gedruckten Violinstimme in der Klavierpartitur und der separaten Violinstimme stellen Probleme dar, die die Rezeptionsgeschichte der Sonate ebenso geprägt haben wie die nicht-autographen Metronombezeichnungen: Diese Themen werden in der vorliegenden Ausgabe neu verhandelt.

Diese Edition umfasst zusätzlich zu Debussys Sonate auch Arrangements des amerikanischen Geigers Arthur Hartmann: „La fille aux cheveux de lin“ und „Il pleure dans mon coeur“; diese Bearbeitungen inspirierten Debussy zu einer eigenen Einrichtung seines bekannten Klavierwerks „Minstrels“ für Violine und Klavier, die ebenfalls enthalten ist.

- Sämtliche Werke für Violine und Klavier von Debussy
- Mit Bearbeitungen aus Debussys Umfeld
- Informatives Vorwort (engl./franz./dt.)
- Kritischer Kommentar (engl.)