„Ehrlich gesagt bin ich ein Concerto grosso-Anhänger”, schrieb Martinu im Jahr 1945. So ist das Concerto grosso auch die formale Grundlage, die beide Werke der „Quadruple Concertos“-Ausgabe gemeinsam haben. Zeitlich liegen fast 20 Jahre zwischen den Kompositionen, die sich auch stilistisch stark unterscheiden – es finden sich Einflüsse von Händel und Haydn, vom Barock und der klassischen Epoche. Der beachtliche zeitliche Abstand zwischen beiden Kompositionen zeigt sich auch in Martinus Kompositionsstil, welcher über die Jahrzehnte einen Wandel erlebte.

Die sechste Ausgabe der BMCE enthält ein ausführliches Vorwort, das sich der Werkentstehung, der Umstände der Erstaufführungen und der historischen Rezeption im Kontext von Martinus Gesamtwerk widmet, sowie einen detaillierten kritischen Bericht der Herausgeber. Der Faksimile-Teil enthält hochwertige Reproduktionen musikalischer und nichtmusikalischer Quellen, die ausgewählte Entscheidungen der Herausgeber sowie historische Aufführungspraxis und frühere Versionen dokumentieren.

„Quadruple Concertos” ist das letzte Werk, das unter der Herausgeberschaft des herausragenden Martinu-Experten und berühmten Dirigenten Christopher Hogwood erschienen ist – ein Werk, an dem er im Laufe seiner langjährigen Forschung zu Martinu beteiligt war.