Pavel Haas war einer der talentiertesten Schüler Leoš Janáceks, und sein Streichquartett Nr. 2 „Von den Affenbergen“ bildet den ersten Höhepunkt in seinem Schaffen.

Haas verband Elemente aus Janáceks Kompositionstechnik mit Jazz-Elementen, besonders im vierten Satz durch die Instrumentierung aus Streichquartett mit Schlagzeug ad libitum. Diese Fassung wurde 1926 in Brünn uraufgeführt, und das Werk später nur für Streichquartett revidiert. Der Herausgeber Ondrej Pivoda rekonstruiert die ursprüngliche Fassung und bringt dabei bislang unveröffentlichte Passagen ans Licht.

Die neue Edition stellt die erste kritische Ausgabe des Werkes dar. Sie wurde auf Basis aller relevanter Quellen erarbeitet und berücksichtigt die Skizzen der finalen Fassung der Partitur ebenso wie das zeitgenössische Aufführungsmaterial. Die Ausgabe enthält ein ausführliches Vorwort (tsch./engl./dt.) sowie einen Kritischen Bericht (engl.).