Smetanas Klavierskizze Macbeth, auch bekannt als Macbeth und die Hexen, nach der Tragödie von William Shakespeares ist im Jahre 1859 während des Aufenthalts des Komponisten in Schweden entstanden; nach einigen Forschern sollte sie für Orchester instrumentiert werden. Die dunkle, düstere Stimmung des Werkes hängt mit dem Tod der Ehefrau Smetanas, Katharina, zusammen (19. April 1859). Im Druck ist Macbeth erst nach Smetanas Tod erschienen, nämlich im Jahre 1912. Das Stück gehörte bald zum Klavier-Repertoire und wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts sowohl für Orchester (von Otakar Jeremiáš) als auch für Klavier und Orchester (Jarmil Burghauser) instrumentiert. Diese Urtext-Ausgabe geht von Smetanas Bleistiftskizze aus, der einzigen erhaltenen Quelle. Die Herausgeberin hat in dem Notentext möglichst wenig ergänzt, um die interpretatorische Herausforderung einer Skizze treu wiederzugeben. Die fehlenden Pausen und rhythmischen ‚Unkorrektheiten‘ wurden nach dem Autograph belassen.