Die Sonate in h-Moll op. 58 ist Chopins dritter und bedeutendster Beitrag zu dieser Gattung. Der Herausgeber gelangt durch eine grundlegende Neubewertung der Quellen zu einer revidierten Lesart des Werks. Sie basiert auf der von Chopin bis in die Drucklegung und darüber hinaus mit Änderungen versehenen Fassung des französischen Erstdrucks. Einige der wichtigsten Varianten finden sich im ersten Satz (z.B. in T. 96), aber auch im Largo und im Finale.

Ein Vorwort (dt./engl.) zur komplizierten Quellenfiliation und aufführungspraktische Hinweise von Paul Badura-Skoda, einem Pionier historisch-informierter Spielweise, bereiten auf das Studium dieses im eleganten Stichbild mit praktischen Wendestellen neu edierten Werks vor. Der Kritische Kommentar (engl.) dokumentiert Lesarten und editorische Entscheidungen. Die originalen Fingersätze Chopins wurden vom Herausgeber durch eigene ergänzt.