„Mährische Volkspoesie in Liedern”, diese Bezeichnung gab Leos Janácek um das Jahr 1908 einer Sammlung von 53 mährischen Volksliedern mit Klavierbegleitung.

Leos Janácek war ein Künstlertyp, der aus dem Volk und den Traditionen des lachischen Landstriches an der mährisch-schlesischen Grenze hervorging. Er liebte seine Landschaft und hing an ihren Volksgesängen. Das Volkslied hat nach seiner Ansicht einen ursprünglichen Geist, in dem sich der reine Mensch in seiner ursprünglichen Kultur manifestiert, nicht der ihm anerzogenen. An die Klavierbegleitung zu der Mährischen Volkspoesie trat er mit dem festen Vorsatz heran, den Liedern Wahrhaftigkeit und Ursprünglichkeit zu belassen.