In den Kammermusikwerken Bohuslav Martinus (1890–1959) waren ungewöhnliche Besetzungen der Instrumente keine Ausnahme; vor allem seine in Paris in den 20er und 30er Jahren entstandenen Werke sind vom Experimentieren in Klang und Form geprägt. Aus dieser Zeit stammen auch vier kleine Serenaden (1932), jede für eine andere Besetzung bestimmt. Die Serenaden sind 1949 im Prager Verlag Melantrich erschienen.

Ihre Uraufführung fand zwei Jahre vorher statt, am 16. Oktober 1947 durch Mitglieder des Orchesters Prager Symphoniker (FOK).

Obwohl die Studienpartitur der Serenaden Nr. 1 und 3 noch zu Lebzeiten des Komponisten herausgegeben wurde, war er an der Vorbereitung dieser Edition nicht beteiligt, und ohne seine Beteiligung ist 1954 auch das Aufführungsmaterial erschienen. Aus diesem Grund wurde als Hauptquelle für die vorliegende Edition die autographe Partitur gewählt.