Nach seiner „Jugendmesse“ von 1749 spielte die Kirchenmusik in Haydns Schaffen nur noch eine untergeordnete Rolle. Erst 1766 mit der „Cäcilienmesse“ und dann 1768/69 mit der wegen der konzertanten Orgel im Benedictus betitelten „Großen Orgelsolomesse“ kehrte er auf dieses kompositorische Feld zurück. Die Messe in Es gehört somit in die gleiche Phase wie die sogenannten „ Sturm-und-Drang“-Sinfonien und zeichnet sich durch eine Expansion des Ausdrucks wie durch eine neue tonsprachliche Originalität aus. Die Partitur enthält auch die überlieferten Wiener Trompeten- und Paukenstimmen, die mit größter Wahrscheinlichkeit nicht aus Haydns Feder selbst stammen. Da der Komponist diese Stimmen aber zumindest duldete, bietet das Aufführungsmaterial sowohl die „reduzierte“ als auch die erweiterte Version an.

- Haydns „Sturm-und-Drang-Messe“
- Urtext der Gesamtausgabe Joseph Haydn Werke (G. Henle Verlag, München)
- In beiden Fassungen aufführbar
- Übersichtlicher und sehr gut spielbarer Klavierauszug