Franz Schuberts 1823 komponierte, aber zu Lebzeiten nicht aufgeführte „Nummernoper“ „Fierabras“ mit gesprochenen Dialogen nach dem Modell der Opéra comique beruht auf dem mittelalterlichen Sagenkreis um Karl den Großen, u. a. der Sage von Eginhard und Emma, in Anlehnung an die altfranzösische Heldenepik (chanson de geste).
Emma, die Tochter Karls des Großen, liebt heimlich den nicht standesgemäßen Ritter Eginhard. Der heidnische Maurenprinz Fierabras, der nach seiner Niederlage gegen das Heer Karls des Großen mit seinen Mannen in fränkische Gefangenschaft gerät, wo er zum Christentum übertritt, ist ebenfalls in Emma verliebt. Seine Schwester Florinda hingegen liebt den von den Mauren gefangengenommenen fränkischen Ritter Roland, dem sie zur Flucht verhilft. Nach zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen, bei denen Karls Heer die Mauren schließlich besiegt, finden die Liebespaare zueinander. Nur der begnadigte Fierabras, der die Verbindung von Emma und Eginhard akzeptiert, leistet Verzicht.

• Urtextausgabe auf Grundlage der „Neuen Schubert-Ausgabe“
• Ausführliches Vorwort (dt./engl.) von Christine Martin, u.a. mit Informationen zur Werkgenese und zur Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte
• Praxisorientierter, gut spielbarer Klavierauszug (dt.)