Diese kritische Urtext-Ausgabe stützt sich auf sämtliche Quellen, sowohl Drucke als auch Handschriften, die für die Überlieferung der viel gespielten Cellosonaten von Antonio Vivaldi bekannt sind. Durch eingehenden Vergleich des Quellenmaterials gelangte die Herausgeberin zu einer interessanten Bewertung, die sich wesentlich von älteren Ausgaben dieses Werkkomplexes unterscheidet: Nicht der um 1740 – vermutlich ohne Einwilligung des Komponisten – bei Le Clerc erschienene Druck der Sonaten I–VI ist als Hauptquelle zu betrachten, sondern die unter Vivaldis Aufsicht angefertigten Handschriften, die heute in Neapel und Wiesentheid aufbewahrt werden. Zudem ist es Bettina Hoffmann gelungen zur Sonate RV 44 eine bisher unbekannte Quelle zu identifizieren.

Sämtliche Abweichungen der Quellen vom abgedruckten Notentext sowie sämtliche Herausgeberzutaten sind enthalten im kritischen Bericht; so bleiben sämtliche Varianten (darunter gestrichene Takte und zahlreiche Artikulationsvarianten) erhalten und für den Cellisten nachvollziehbar. Das ausführliche Vorwort gibt wesentliche Informationen zur Quellenlage und -bewertung und gibt dem Musiker in einem Abschnitt zur Aufführungspraxis wertvolle Hinweise für die Interpretation.

- Sämtliche Werke für Violoncello und Basso continuo von Antonio Vivaldi in einer Ausgabe
- Quellenkritische Ausgabe für die Praxis
- Ausführliches Vorwort mit Hinweisen zur Aufführungspraxis