Für die vorliegende wissenschaftlich-kritische Edition hat der Herausgeber nicht weniger als 16 Quellen berücksichtigt, mehr als jemals für eine andere Edition des Werkes herangezogen wurden. Einige dieser Quellen wurden hier zum ersten Mal ausgewertet, darunter eine neuentdeckte Quelle, ein handschriftlicher Klavierauszug, der insbesondere für die Evaluation des „Liber scriptus“ von Bedeutung ist. So kommt die Bärenreiter-Ausgabe zu neuen philologischen und editorischen Entscheidungen bezüglich Phrasierung, Artikulation und Dynamik und bietet praktische Lösungsvorschläge für musikalische und interpretatorische Probleme des berühmten Werkes.

Im Textteil der Neuedition wird die Entstehungsgeschichte des Werkes beleuchtet, und die wichtigsten, im 19. Jahrhundert erschienenen Ausgaben des Werkes werden in Bezug auf musikwissenschaftliche Fragen verglichen. Dabei wird der Überlieferung von Missverständnissen, die sich in die Ricordi-Ausgaben von 1913 und 1964 fortgetragen haben, nachgespürt. Der Appendix enthält die erste Fassung des „Liber scriptus“ für Chor, während die spätere Version für Mezzosopran-Solo im Hauptteil zu finden ist.

• Verdis monumentale Requiem-Vertonung im Bärenreiter Urtext
• Dreisprachiges Vorwort (ital./engl./dt.)
• Kritischer Bericht (engl.) in der Partitur
• Gut spielbarer Klavierauszug (lat.)