Das „Gloria“ RV 589 (BA 7674) ist heute eine der bekanntesten Kompositionen Vivaldis und eines der am häufigsten aufgeführten geistlichen Vokalwerke aus dem Barock. Vivaldi schrieb das „Gloria“ als eigenständiges Werk – in der Art einer konzertanten Messe. Es wurde aber wohl auch im Rahmen des Gottesdienstes aufgeführt. Die Besetzung der Solisten (SSA)legt die Vermutung nahe, dass das Werk während seiner Zeit am Ospedale della Pietà entstanden ist, etwa um 1716. In den zwölf Teilen des „Gloria“ zeigt Vivaldi die ganze Bandbreite seiner Meisterschaft zwischen festlichen, erhabenen Ecksätzen und zarten, durchsichtig instrumentierten Solopassagen.

Ähnliches lässt sich auch über das für zwei Chöre und zwei Streichergruppen geschriebene „Kyrie“ RV 587 (BA 8950) sagen, dessen Entstehungszeit nicht endgültig geklärt ist. Es ist ein reines Chorwerk ohne Solopassagen. Beide Stücke können für sich allein stehen, sie lassen sich aber auch gemeinsam als eine Art Kurzmesse kombinieren. Obwohl die Quellenlage für beide Werke durch das maßgebliche Autograph eindeutig ist, kommen die vorliegenden Editionen doch zu einigen Neubewertungen im Bereich von Phrasierung und Aufführungspraxis, die über bestehende Ausgaben hinausgehen.
Die Klavierauszüge vom Herausgeber Malcolm Bruno sind leicht spielbar und bewahren den Charakter der Werke.

- Zweisprachige Vorworte(dt./engl.)
- Beide Stücke als Kurzmesse kombinierbar
- Chorpartitur zum „Gloria“