Nachdem Robert Schumann lange nur für Klavier komponiert hatte, lösten die Gedichte von Heinrich Heine einen wahren Wirbelsturm von Liedern aus: „Was das für eine Seligkeit ist, für Gesang zu schreiben!“, schrieb er an seine geliebte Clara. Es ist, als hätte sich mit dem „Heine-Liederkreis“ op. 24 ein Knoten gelöst. Ein neuer Dichtergeist habe die Liedkomposition derart inspiriert, dass sie wohl zur einzigen Gattung geworden ist, in der seit Beethoven ein wirklich bedeutender Fortschritt geschehen ist, schrieb er im Nachhinein.
In der Tat kam der Komponist in diesen neun Liedern, der einzigen Gesamt-Vertonung des zugrundeliegenden Heine-Zyklus, dem Dichter auf eine Weise nahe, die eine neue Epoche in der Liedkomposition begründete. Die Neuedition präsentiert Schumanns erstes Lied-Opus nach dem Erstdruck unter Berücksichtigung des Autographs.

- Sämtliche Lieder in Originaltonlage
- Umfassendes zweisprachiges Vorwort und Kritischer Bericht (dt./engl.)
- Enthält separat abgedruckt die Liedtexte in englischer Übersetzung von Richard Stokes („The Book of Lieder“)

Inhalt
I: Morgens steh’ ich auf / II: Es treibt mich hin / III: Ich wandelte unter den Bäumen / IV: Lieb’ Liebchen, leg’s Händchen / V: Schöne Wiege meiner Leiden / VI: Warte, warte, wilder Schiffmann / VII: Berg’ und Burgen schau’n herunter / VIII: Anfangs wollt’ ich fast verzagen / IX: Mit Myrten und Rosen