„La Mer“, dieses zentrale, durch und durch impressionistische Werk, entstand zwischen 1903 und 1905. Debussy verfeinerte die Komposition jedoch bis 1913; aus diesem Jahr stammen die letzten überlieferten Korrekturen aus seiner Feder.

Die neue wissenschaftlich-kritische Ausgabe stützt sich auf mehrere wichtige Quellen, die Musikwissenschaftlern bisher nicht zugänglich waren, woraus eine Vielzahl an neuen Lesarten und Korrekturen resultiert.
Hinzu kommen zahlreiche Änderungen im Detail, vor allem in Bezug auf Artikulation und Dynamik. So enthält die neue Bärenreiter-Urtext-Ausgabe z.B. die berühmte „Fanfare“ im dritten Satz, die jedoch deutlich durch Kleinstich und Klammern gekennzeichnet ist. Diese wurde in der Neuauflage von 1910 gestrichen, in der Aufführungspraxis durch Dirigenten wie Monteux, Münch, Mitropoulus und Ansermet aber als unverzichtbar angesehen. Die Ausgabe gibt eine Aufführungstradition wieder, die der Fanfare verpflichtet ist.

• Neue Urtext-Ausgabe mit zahlreichen Änderungen im Vergleich zu anderen Editionen
• Berücksichtigung von wichtigen Quellen, die bisher nicht zugänglich waren
• Partitur und Orchesterstimmen in großem Format
• Partitur und Orchesterstimmen in großzügigem, übersichtlichem Layout
• Ausführliches Vorwort (engl./frz./dt.)


"...Herausgeber Douglas Woodfull-Harris ist der erste, der in salomonischer Weise die Urfassung wieder herstellt....Da auch ansonsten in dieser Ausgabe alles stimmt, soweit ich es kontrollieren konnte, und auch das Satzbild - wie so oft bei Bärenreiter - optisch optimal ist, bezüglich Dichte und Transparenz des Notensatzes und obendrein ein exzellent informierendes Vorwort des Herausgebers mit anhängendem Akribischen Kritischen Bericht offeriert, muss diese Ausgabe als uneingeschränkte Referenz in Sachen "La mer" gelten."
(NMZ 11-2014)