Debussys „Suite bergamasque “ für Klavier mit dem berühmten „Claire de la lune “ hat eine verwickelte Entstehungsgeschichte. Die Erstausgabe erschien 1905 bei dem französischen Verlag Fromont ; die Ursprünge der Suite gehen jedoch auf die frühen 1890er-Jahre zurück , als sie bei dem Verlag Choudens erscheinen sollte.

Bis zum Druck vergingen also fast 15 Jahre , in denen Debussy das ursprünglich dreisätzig konzipierte Werk in ein viersätziges veränderte. Die überlieferten ersten Korrekturabzüge zur Erstausgabe zeigen eindeutig Debussys eigene Streichungen von Dutzenden von Takten sowie zahlreiche Veränderungen des musikalischen Texts. Frühestens im Jahr 1909 erschien bei Fromont ein Neustich der Suite, worin der Verleger allerdings – insbesondere im „ Passepied “ – viele Vorzeichen einfügte und damit die Harmonik veränderte. Dieser Neustich bildet die Grundlage für alle späteren Ausgaben, obwohl sich nicht nachweisen lässt, dass Debussy ihn und die damit verbundenen Änderungen autorisiert hat.

Die Bärenreiter-Urtext-Ausgabe hingegen bietet Debussys ursprüngliche Harmonik, die späteren Veränderungen erscheinen in Kleinstich. Die Herausgeberin Regina Back beschreibt den Werdegang der Suite und dokumentiert die verschiedenen Nachdrucke mit ihren Veränderungen. Außerdem gibt sie Erläuterungen zur Suite und zu den einzelnen Sätzen.


- Debussy im Bärenreiter Urtext
- Vorwort (dt./engl./franz.) mit ausführlichen Hinweisen zu Debussys Ästhetik und seinen Vorstellungen vom Einsatz der Pedale, vom Tempo, der Artikulation und der Dynamik
- Mit Kritischem Kommentar (engl.) und Faksimileseiten