Platée entstand nach einem Libretto von Jacques Autreau, das Rameau von Adrien-Joseph Le Valois d’Orville für seine Zwecke – vor allem hinsichtlich komischer Wirkungen – bearbeiten ließ. In Form einer Groteske wird vorgeführt, wie Jupiter seine Gattin Juno von der Eifersucht heilt. Zum Schein feiert er eine Liebeshochzeit mit der hässlichen Sumpf-Nymphe Platée. Als Juno hinzukommt, muss sie angesichts einer so lächerlichen Widersacherin einsehen, dass ihr Argwohn grundlos war.

Anlass der Erstaufführung im Jahre 1745 in Versailles war die Hochzeit des Dauphins Ludwig mit Maria Theresia von Spanien. Diese Aufführung wurde allerdings ein Misserfolg, denn die derbe Komik und das skurrile Personal erschienen dem Hochzeitspublikum unangemessen.

Erst 1749 in Paris erreichte „Platée“ ihren Durchbruch und wurde zum bis dahin größten Erfolg für Rameau; eine weitere, auch textlich geänderte Fassung, wurde ab 1754 aufgeführt.

Der Klavierauszug basiert auf der von M. Elizabeth C. Bartlet im Rahmen der Rameau-Gesamtausgabe (Opera omnia Rameau IV/10) erschienenen Partitur und bietet ebenso wie diese die Pariser Fassungen von 1749 und 1754 im Haupttext, während die Abweichungen der Versailler Uraufführung von 1745 im Anhang ediert sind. Das Orchestermaterial beider Fassungen ist leihweise lieferbar.


- Gut spielbarer Klavierauszug nach dem Urtext der Opera omnia Rameau
- Anhang mit ursprünglichen Fassungen der für die Pariser Aufführungen umgearbeiteten Teile
- Übersichtliches Notenbild