Erstmals im Druck publiziert

Dass sich diese Sextett-Bearbeitung (von unbekannter Hand) des vierten Klavierkonzerts zu Beethovens Zeit in Wien großer Beliebtheit erfreute, belegen mindestens zwei damals kursierende handschriftliche Streicherstimmensätze.

Eine Klavierstimme ist nicht überliefert und wohl auch in keinem der beiden Konvolute enthalten gewesen: Der Solist studierte seinen Part vermutlich auf der Grundlage der Erstausgabe der Solostimme ein, die mit dem originalen Aufführungsmaterial 1808 publiziert worden war (eine Partitur erschien erst 1861).

Die ursprünglichen Bläserstimmen sind bei der Sextett-Fassung geschickt in die Streicherstimmen integriert. Die Bearbeitung steht in der Tradition der Klavierauszüge mit Kammermusikbegleitung, wie sie auch von Mozart zu seinen Klavierkonzerten KV 413–415 und 449 sowie aus späterer Zeit für die Chopin-Konzerte vorliegen.

Mit der Bärenreiter-Urtext-Ausgabe, herausgegeben von dem renommierten Beethoven-Forscher Jonathan Del Mar, erscheint diese Bearbeitung nun erstmals im Druck. Der Notentext wird ergänzt durch eine informative Einleitung sowie einen Kritischen Bericht.


• Erste Veröffentlichung dieser Bearbeitung
• Separate Solostimme wie zu Beethovens Zeit üblich
• Neue Perspektiven für Pianisten